Millionen Menschen in ländlichen Regionen verlieren ihren Hausarzt – und es gibt keinen Nachfolger. Wir bauen das Modell, das das ändert.
Jedes Jahr scheiden rund 1.700 Haustärzte aus der Berufstätigkeit aus. Praxen schließen, weil kein Nachfolger kommt – nicht weil keine Patienten da wären. 3.800 Gemeinden haben bereits heute keine ausreichende haustärztliche Versorgung.
Für die Menschen vor Ort bedeutet das: lange Wege, volle Notaufnahmen, verzögerte Diagnosen. Besonders betroffen sind Ältere und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Deutschland hat heute mehr Ärzte als je zuvor – 428.000, ein Allzeithoch.
Das Problem ist nicht die Anzahl. Es ist das Modell.
96% des Nachwuchses will angestellt arbeiten, geregelte Arbeitszeiten,
Work-Life-Balance – und keiner will die Praxis auf dem Land übernehmen.
Wer die Anforderungen der neuen Ärztegeneration erkennt und eine Lösung bietet,
bekommt sie auch für die Fläche.
Genau das löst DIGIDOC.
Das Konzept verbindet Präsenz vor Ort mit ärztlicher Versorgung aus der Ferne. Medizinische Fachangestellte betreuen den Praxisbetrieb am Standort, während Ärztinnen und Ärzte digital zugeschaltet werden und die Versorgung ärztlich mitverantworten.
Ärzte im zentralen DIGIDOC-Hub betreuen per Video mehrere Remote-Praxen gleichzeitig – ohne Fahrzeiten, ohne überfüllte Wartezimmer.
Zentraler Standort mit angestellten Ärzten – von hier betreuen sie per Video mehrere Praxen gleichzeitig.
Die vertraute Praxis vor Ort bleibt geöffnet. MFA täglich präsent – der Arzt kommt digital dazu.
MFA sind täglich präsent. Vitalwerte, Blutabnahmen, Verbände – alles läuft gewohnt. Die vertraute Anlaufstelle bleibt erhalten.
Ein angestellter Hausarzt aus dem DIGIDOC-Hub ist per Kamera live dabei – diagnostiziert, schreibt aus, überweist.
Wer einen Arzt persönlich sehen muss, fährt in die zentrale Hub-Praxis – direkt erreichbar für alle Praxen in der Region.
Vier einfache Schritte, die für Patienten genauso natürlich wirken wie ein klassischer Arzttermin.
Patient kommt wie gewohnt in die bekannte Praxis – keine neuen Apps, keine langen Wege.
Fachpersonal vor Ort erfasst Symptome, Vitalwerte und Vorgeschichte – strukturiert und effizient.
Der Arzt aus dem Hub schaltet sich live per Kamera dazu – sieht, hört und berät in Echtzeit.
Rezept, Überweisung oder Rückruf – alles läuft wie in einer normalen Hausarztpraxis.
Das Hybridmodell ist kein Gedankenexperiment. Die Universität Siegen hat es in einem einjährigen Feldversuch mit echten Hausarztpraxen, Bürgern und Patienten getestet – und kommt zu klaren Ergebnissen.¹
Simulierte Videosprechstunden mit echten Ärzten und Patienten aus Lennestadt. Ergebnis der DigiDocs-Studie (Uni Siegen, 2020–2021): mehrheitliche Aufgeschlossenheit gegenüber dem Hybridmodell – über alle Altersgruppen hinweg.
Deutschland baut sein Glasfasernetz mit Hochdruck aus – auch in ländlichen Regionen. Stabile Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind die Grundlage für zuverlässige Echtzeit-Diagnostik zwischen Hub und Praxis vor Ort.
Die Bereitschaft, telemedizinische Angebote zu nutzen, ist nicht auf junge Patienten beschränkt. Forschungsergebnisse zeigen eine klare Offenheit über alle Altersgruppen hinweg – entgegen häufiger Annahmen.
Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) macht Videosprechstunden zur abrechenbaren Regelleistung. Der gesetzliche Rahmen steht – Telemedizin ist kein Experiment mehr, sondern offiziell anerkannter Teil der Gesundheitsversorgung.
¹ Harder et al. (2021): Telemedizin in der hausärztlichen Versorgung. Ergebnisse des Forschungsprojekts „DigiDocs". Universität Siegen / DMGD.
² Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025: Hausärztliche Versorgung in Deutschland 2024.
Telemedizin und Fernbehandlung sind seit 2022 regulär in der Regelversorgung zugelassen – der politische Wille ist da.
~80% würden Online-Terminbuchung und digitale Rezepte nutzen. Rund 50% können sich Videosprechstunden als vollwertigen Arztbesatz vorstellen – und die Offenheit gilt über alle Altersgruppen hinweg.¹
Viele Gemeinden stehen vor leerstehenden Praxisräumen und sind bereit, Betreiber aktiv zu unterstützen – finanziell und strukturell.
Einschreibungszahlen steigen seit Jahren – allein in den letzten 10 Jahren um 30 %. Doch weder der Nachwuchs noch erfahrene Ärzte wollen Praxisinhaber sein: keine Personalverantwortung, kein Bürokratiedschungel, kein unternehmerisches Risiko. 96 % wollen angestellt arbeiten – und warten auf ein Modell, das genau das ermöglicht.
Ein interdisziplinäres Team aus Medizin, Unternehmertum, Finanzierung und Recht – genau die Kombination die es braucht, um Versorgung medizinisch sinnvoll, wirtschaftlich und regulatorisch tragfähig aufzusetzen.
Wir sprechen mit Kommunen, die ihre hausärztliche Versorgung zu verlieren drohen. Mit Ärzten, die ihre Praxis abgeben wollen und endlich einen echten Nachfolger suchen. Und mit Investoren, die früh dabei sein wollen.