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DIGIDOC
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Frühphase · Konzept & Pilotplanung

Medizinische Versorgung auf dem Land neu erfinden

Millionen Menschen in ländlichen Regionen verlieren ihren Hausarzt – und es gibt keinen Nachfolger. Wir bauen das Modell, das das ändert.

Der Landarzt stirbt aus –
und niemand kommt nach

Landarztpraxen schließen – und niemand kommt nach.

Jedes Jahr scheiden rund 1.700 Haustärzte aus der Berufstätigkeit aus. Praxen schließen, weil kein Nachfolger kommt – nicht weil keine Patienten da wären. 3.800 Gemeinden haben bereits heute keine ausreichende haustärztliche Versorgung.

Für die Menschen vor Ort bedeutet das: lange Wege, volle Notaufnahmen, verzögerte Diagnosen. Besonders betroffen sind Ältere und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

41%
aller Haustärzte sind 60 Jahre oder älter – knapp jeder Fünfte sogar über 65²
33%
der freien Hausarztstellen werden laut Prognose bis 2030 unbesetzt bleiben – trotz steigendem Bedarf¹
93%
der Bürger in ländlichen Regionen befürchten eine Verschlechterung der Versorgung¹
Die Kernthese

Wir haben keinen Ärztemangel. Wir haben ein Strukturproblem.

Deutschland hat heute mehr Ärzte als je zuvor – 428.000, ein Allzeithoch. Das Problem ist nicht die Anzahl. Es ist das Modell.

96% des Nachwuchses will angestellt arbeiten, geregelte Arbeitszeiten, Work-Life-Balance – und keiner will die Praxis auf dem Land übernehmen. Wer die Anforderungen der neuen Ärztegeneration erkennt und eine Lösung bietet, bekommt sie auch für die Fläche.

428.000
berufstätige Ärzte (2023) – Allzeithoch, +20 % seit 2013
96%
der Medizinstudierenden wollen angestellt arbeiten – nicht niedergelassen
5,6
Ärzte pro 1.000 Einwohner – mehr als je zuvor, europäischer Spitzenwert

Genau das löst DIGIDOC.

DIGIDOC – Die digitale Hybridpraxis

Das Konzept verbindet Präsenz vor Ort mit ärztlicher Versorgung aus der Ferne. Medizinische Fachangestellte betreuen den Praxisbetrieb am Standort, während Ärztinnen und Ärzte digital zugeschaltet werden und die Versorgung ärztlich mitverantworten.

DigiDoc Netzwerkmodell

Ein zentraler Ärzte-Hub. Mehrere ländliche Praxen.

Ärzte im zentralen DIGIDOC-Hub betreuen per Video mehrere Remote-Praxen gleichzeitig – ohne Fahrzeiten, ohne überfüllte Wartezimmer.

Hub
DIGIDOC Hub

Zentraler Standort mit angestellten Ärzten – von hier betreuen sie per Video mehrere Praxen gleichzeitig.

Remote
DIGIDOC Remote-Praxen

Die vertraute Praxis vor Ort bleibt geöffnet. MFA täglich präsent – der Arzt kommt digital dazu.

Praxis vor Ort bleibt offen

MFA sind täglich präsent. Vitalwerte, Blutabnahmen, Verbände – alles läuft gewohnt. Die vertraute Anlaufstelle bleibt erhalten.

Arzt per Video – live & kompetent

Ein angestellter Hausarzt aus dem DIGIDOC-Hub ist per Kamera live dabei – diagnostiziert, schreibt aus, überweist.

Arzt vor Ort wenn nötig

Wer einen Arzt persönlich sehen muss, fährt in die zentrale Hub-Praxis – direkt erreichbar für alle Praxen in der Region.

Ein Besuch – neu gedacht

Vier einfache Schritte, die für Patienten genauso natürlich wirken wie ein klassischer Arzttermin.

1

Termin & Ankunft

Patient kommt wie gewohnt in die bekannte Praxis – keine neuen Apps, keine langen Wege.

2

Aufnahme durch MFA

Fachpersonal vor Ort erfasst Symptome, Vitalwerte und Vorgeschichte – strukturiert und effizient.

3

Arzt-Konsultation

Der Arzt aus dem Hub schaltet sich live per Kamera dazu – sieht, hört und berät in Echtzeit.

4

Diagnose & Follow-up

Rezept, Überweisung oder Rückruf – alles läuft wie in einer normalen Hausarztpraxis.

Erprobt, nicht nur gedacht

Das Hybridmodell ist kein Gedankenexperiment. Die Universität Siegen hat es in einem einjährigen Feldversuch mit echten Hausarztpraxen, Bürgern und Patienten getestet – und kommt zu klaren Ergebnissen.¹

Praxistest: bestanden

Simulierte Videosprechstunden mit echten Ärzten und Patienten aus Lennestadt. Ergebnis der DigiDocs-Studie (Uni Siegen, 2020–2021): mehrheitliche Aufgeschlossenheit gegenüber dem Hybridmodell – über alle Altersgruppen hinweg.

Glasfaser kommt aufs Land

Deutschland baut sein Glasfasernetz mit Hochdruck aus – auch in ländlichen Regionen. Stabile Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind die Grundlage für zuverlässige Echtzeit-Diagnostik zwischen Hub und Praxis vor Ort.

Offenheit über alle Generationen

Die Bereitschaft, telemedizinische Angebote zu nutzen, ist nicht auf junge Patienten beschränkt. Forschungsergebnisse zeigen eine klare Offenheit über alle Altersgruppen hinweg – entgegen häufiger Annahmen.

Politischer Rückenwind

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) macht Videosprechstunden zur abrechenbaren Regelleistung. Der gesetzliche Rahmen steht – Telemedizin ist kein Experiment mehr, sondern offiziell anerkannter Teil der Gesundheitsversorgung.

¹ Harder et al. (2021): Telemedizin in der hausärztlichen Versorgung. Ergebnisse des Forschungsprojekts „DigiDocs". Universität Siegen / DMGD.
² Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025: Hausärztliche Versorgung in Deutschland 2024.

Das Zeitfenster ist offen

Gesetzliche Rahmenbedingungen öffnen sich

Telemedizin und Fernbehandlung sind seit 2022 regulär in der Regelversorgung zugelassen – der politische Wille ist da.

Patienten sind bereit – das zeigen Zahlen

~80% würden Online-Terminbuchung und digitale Rezepte nutzen. Rund 50% können sich Videosprechstunden als vollwertigen Arztbesatz vorstellen – und die Offenheit gilt über alle Altersgruppen hinweg.¹

Kommunen suchen aktiv Lösungen

Viele Gemeinden stehen vor leerstehenden Praxisräumen und sind bereit, Betreiber aktiv zu unterstützen – finanziell und strukturell.

Rekord-Anzahl an Medizinstudierenden

Einschreibungszahlen steigen seit Jahren – allein in den letzten 10 Jahren um 30 %. Doch weder der Nachwuchs noch erfahrene Ärzte wollen Praxisinhaber sein: keine Personalverantwortung, kein Bürokratiedschungel, kein unternehmerisches Risiko. 96 % wollen angestellt arbeiten – und warten auf ein Modell, das genau das ermöglicht.

Das Fenster öffnet sich jetzt

26 Mio.
Menschen in ländlichen Regionen mit drohendem Verlust ihrer hausärztlichen Versorgung
3.800+
Gemeinden in Deutschland ohne ausreichende hausärztliche Versorgung – Tendenz steigend
96%
der Medizinstudierenden wollen angestellt arbeiten – sie sind da, warten aber auf das richtige Modell

Die Menschen hinter DIGIDOC

Ein interdisziplinäres Team aus Medizin, Unternehmertum, Finanzierung und Recht – genau die Kombination die es braucht, um Versorgung medizinisch sinnvoll, wirtschaftlich und regulatorisch tragfähig aufzusetzen.

Simon Diestelmann
Simon Diestelmann
Founder
Christian Wagner
Christian Wagner
Finanzierung & Strategie
Sebastian Witt
Sebastian Witt
Medizinische Leitung
Rebekka Kreiling
Rebekka Kreiling
Recht & Versorgung

Interesse? Lass uns reden.

Wir sprechen mit Kommunen, die ihre hausärztliche Versorgung zu verlieren drohen. Mit Ärzten, die ihre Praxis abgeben wollen und endlich einen echten Nachfolger suchen. Und mit Investoren, die früh dabei sein wollen.